Das Spreewaldmuseum, eine Stadt um 1900

Mitten in der Lübbenauer Altstadt, in einem Gebäude mit charakteristischem Torbogen, befindet sich das Spreewaldmuseum. Von außen wirkt es unscheinbar. Drinnen wartet eine Zeitreise.

Im Spreewald-Museum in der Lübbenauer Altstadt gehen Besucher auf eine Zeitreise in den trubeligen Alltag einer Spreewaldstadt vor 150 Jahren, als exotische Produkte wie Kaffee, Kakao und Gewürze in den Regalen des Kolonialwarenladens dufteten.

Das Museum ist nicht so aufgebaut wie klassische Museen mit Vitrinen und Beschriftungen. Man läuft vielmehr durch nachgebaute Straßen und Läden einer typischen Spreewaldstadt um 1900.

Was man sieht

Historische Geschäfte und Handwerksstuben vom Kürschner mit seinen feinen Pelzen bis zum Schuhmacher und zum Leineweber sowie die feinen Spitzen und traditionellen Trachten im Konfektionsladen erwecken das 19. Jahrhundert zum Leben.

Man schlendert vorbei am Bäcker, dem Fleischer, der Kneipe und dem Kolonialwarenladen. Es riecht nach altem Holz. Man sieht Werkzeuge die man nicht mehr kennt, Kleidung die man aus alten Schwarzweißfotos kennt, und Alltagsgegenstände die zeigen wie das Leben im Spreewald vor 150 Jahren aussah.

Ein besonderes Highlight für Technikinteressierte ist die Spreewaldbahn. Kutschen und Kähne waren lange die wichtigsten Verkehrsmittel, bis die Eisenbahn in den Spreewald kam. Bis 1970 fuhr die sogenannte Bimmelguste zwischen Cottbus, Lübben und Goyatz, bevor die Dampflok 995703 und ein Personenwagen aus dem Jahr 1897 ins Museum nach Lübbenau kamen. Beide sind übereinander ausgestellt.

Praktische Infos

Das Spreewald-Museum befindet sich im Torhaus in der Lübbenauer Altstadt unweit der Touristinformation. Von April bis Oktober ist es dienstags bis sonntags von 10 bis 17:30 Uhr geöffnet, montags geschlossen. In der Winterzeit von November bis März öffnet es von 11 bis 16 Uhr.

Der Eintritt liegt bei 6,50 Euro für Erwachsene. Es gibt Kombikarten zusammen mit dem Freilandmuseum Lehde. Wer beides besuchen möchte, spart damit etwas.